SA 27. August – 11. September 2022

ERÖFFNUNG:
SA 27. August 15.00 Uhr
Eröffnung Elisabeth Kaiser, Einführung Heidi Pohl

ÖFFNUNGSZEITEN:
MI – SO, 14.30 – 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Handy: +49 16096007481

Matinee mit Künstlergespräch
SO 4. September 11 Uhr

Hinterdorfstr. 23 / Alte Kirche
79837 Menzenschwand

Sichtbare Frauen/Starke Frauen​ ​

Einladung zur Ausstellung Sichtbare Frauen mit vielen Frauengesichtern

HEIMKEHR INS FEUER – Ausstellung in der Basilika St. Laurentius

Es gibt Künstlerinnen, deren Werk sich nicht in Galerien erschöpft – es sucht sich Räume, die seiner Schwere gewachsen sind. Bettina Mauel ist eine solche Künstlerin, und ihre Installation „Kunst im Dialog mit der Apokalypse“ hat sich ihre Bühnen verdient: eine Saarbrücker Johanneskirche, eine bergische Galerie, die Münsteraner Liebfrauen-Überwasserkirche.

Ab dem 7. Mai 2026 gastiert das Werk in Wuppertal – in der Basilika St. Laurentius. Eine Rückkehr in die Heimatstadt. 
Der Eintritt ist frei.
Zwölf großformatige Leinwände, insgesamt rund 20 Meter lang: Was da durch Kirchenschiffe zieht, ist kein stilles Bildprogramm, sondern ein Sturm aus Farbe. Oel und Tusche, breite Pinsel und feine Rakelspuren – Mauel arbeitet intuitiv, und das sieht man.
Die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft sind nicht illustriert, sie sind gemalt: mit Dringlichkeit, mit Wucht, und doch mit einer Luzidität, die den Blick nicht lässt.

Der Begriff Apokalypse war für Mauel lange gleichbedeutend mit Untergang. Im jahrelangen Arbeitsprozess hat sie ihn neu besetzt:
Apokalypse als Offenbarung, als Riss in der Gewissheit – dahinter schimmert etwas Unbekanntes, noch nicht Benennbares. Ihre Gemälde zeigen diese Schwellenerfahrung: das Ende der alten Form, die Ahnung des Neuen.
Das Bergische Land kennt Mauel aus ihrer Kindheit, und Wuppertal hat sie geprägt – als Stadt der Schwebebahn, der Wupper und des Tanztheaters. Dass Pina Bausch hier dasselbe tat, was Mauel in der Malerei sucht – das Unaussprechliche ins Körperliche übersetzen – ist keine Zufälligkeit der Biographie, sondern eine Wahlverwandtschaft
im Geiste. Nicht zufällig wurden Mauels Bildwelten als Bühnenkulisse für das Jugendtanztheater i-Move des Saarländischen Staatstheaters genutzt.
Die Basilika St. Laurentius bietet der Arbeit nun einen Raum, der Stille und Resonanz gleichermaßen kennt. Ein guter Ort, um sich
hineinzustellen in diesen Dialog – und zu schauen, wo man steht:
zwischen den Elementen, zwischen Untergang und Aufbruch.