SO 12. März – 31. August 2023
Bettina Mauel | Dagmar Vogt | Marta Zawadkza |
Wim Steins | Hans Scheib | John Franzen

Mit dem Ausstellungszyklus Tanzwelten feiert die Galerie GALERIE ART ENGERT die Kunstformen Tanz, Malerei, Bildhauerei, Performance und Musik. Alle diese Kunstformen sollen zusammenwirken. Sie sollen miteinander agieren, sich ergänzen, ein Ganzes bilden. Ruhe und Bewegung, Bewegung und Klang, Klang und Rhythmus. KünstlerInnen unterschiedlicher Kunstformen und Nationalitäten werden Ihnen an verschiedenen Orten vorgestellt. Es wird spannend!

GALERIE ART ENGERT
Wilhelmstr. 73 G / 52249 Eschweiler
Tel.: 02403  504777

ÖFFNUNGSZEITEN:
DI – FR: 11.00 – 18.00 Uhr
SA: 11.00 – 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Tanzwelten

3 Tanzende Frauen in Gold auf Rot

HEIMKEHR INS FEUER – Ausstellung in der Basilika St. Laurentius

Es gibt Künstlerinnen, deren Werk sich nicht in Galerien erschöpft – es sucht sich Räume, die seiner Schwere gewachsen sind. Bettina Mauel ist eine solche Künstlerin, und ihre Installation „Kunst im Dialog mit der Apokalypse“ hat sich ihre Bühnen verdient: eine Saarbrücker Johanneskirche, eine bergische Galerie, die Münsteraner Liebfrauen-Überwasserkirche.

Ab dem 7. Mai 2026 gastiert das Werk in Wuppertal – in der Basilika St. Laurentius. Eine Rückkehr in die Heimatstadt. 
Der Eintritt ist frei.
Zwölf großformatige Leinwände, insgesamt rund 20 Meter lang: Was da durch Kirchenschiffe zieht, ist kein stilles Bildprogramm, sondern ein Sturm aus Farbe. Oel und Tusche, breite Pinsel und feine Rakelspuren – Mauel arbeitet intuitiv, und das sieht man.
Die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft sind nicht illustriert, sie sind gemalt: mit Dringlichkeit, mit Wucht, und doch mit einer Luzidität, die den Blick nicht lässt.

Der Begriff Apokalypse war für Mauel lange gleichbedeutend mit Untergang. Im jahrelangen Arbeitsprozess hat sie ihn neu besetzt:
Apokalypse als Offenbarung, als Riss in der Gewissheit – dahinter schimmert etwas Unbekanntes, noch nicht Benennbares. Ihre Gemälde zeigen diese Schwellenerfahrung: das Ende der alten Form, die Ahnung des Neuen.
Das Bergische Land kennt Mauel aus ihrer Kindheit, und Wuppertal hat sie geprägt – als Stadt der Schwebebahn, der Wupper und des Tanztheaters. Dass Pina Bausch hier dasselbe tat, was Mauel in der Malerei sucht – das Unaussprechliche ins Körperliche übersetzen – ist keine Zufälligkeit der Biographie, sondern eine Wahlverwandtschaft
im Geiste. Nicht zufällig wurden Mauels Bildwelten als Bühnenkulisse für das Jugendtanztheater i-Move des Saarländischen Staatstheaters genutzt.
Die Basilika St. Laurentius bietet der Arbeit nun einen Raum, der Stille und Resonanz gleichermaßen kennt. Ein guter Ort, um sich
hineinzustellen in diesen Dialog – und zu schauen, wo man steht:
zwischen den Elementen, zwischen Untergang und Aufbruch.